Strickmütze mit Bommel

Jeans, Pullover, Boots, Daunenmantel, dann noch Mütze, Schal und Handschuhe – ein typisches Winteroutfit. Und so langweilig! Zum Glück gibt es Styles und Alternativen, mit denen du als Fashionista auch im klirrend kalten Februar punktest. Gut aussehen trotz Kälte – ich verrate dir zehn Tricks für einen coolen Winterstyle.

Das sind die Alternativen zu Daunenjacke und Ugg Boots

Bei Minusgraden stapfte ich bisher schnell mal als Daunenmonster samt Fellboots durch die Gegend, das absolut keine Ahnung von Mode zu haben schien. Vor ein paar Tagen, als der Winter sich mit Minusgraden selbst übertraf, wurde mir klar: Es ist Zeit für einen Schluss-Strich. Schließlich kleide ich mich im Frühling und Sommer weiblich, warum also nicht auch im Winter. Es muss eine Möglichkeit geben!

Wenn es dir auch so geht wie mir, bringen dich meine Tipps in Sachen warmes UND cooles Winter-Outfit ein ganzes Stück weiter. Du wirst gut aussehen trotz Kälte und dir keine Gedanken mehr machen müssen à la: „Was ich unter der Jacke trage, sieht eh keiner“ oder „Ich gehe nur schnell zum Supermarkt, da werde ich nicht gleich meinen Traummann treffen.“

1. Auf die richtigen Jacken und Mäntel setzen

Als erstes direkt zum Offensichtlichen: Deine Jacke. Du hast bestimmt mehrere im Schrank und trägst doch immer wieder den Daunenmantel, stimmt’s? Wenn es sich nicht gerade um den neuesten Trend XXL-Daune handelt oder er tailliert und schmal geschnitten ist, gehören dieser aussortiert. Denn übliche Daunenjacken und -mäntel im Michelin-Männchen-Stil lassen dich 30 Kilo schwerer erscheinen. Viel weiblicher und stilvoller sind gefütterte Parkas. Die gibt es in vielen Farben und aktuell mit modischen Patches. Wichtig ist die Taillenbetonung und eine Kapuze mit Kunstfell. Alternativen für Temperaturen ab fünf Grad aufwärts sind ein eleganter Wollmantel oder eine unifarbene Fake-Fur-Jacke.

Rosa Wollmantel Styling

2. Kleider und Röcke richtig stylen

Sommerkleider und -röcke musst du im Winter nicht gleich in die hinterste Ecke verbannen. Sie gewinnen zur kalten Jahreszeit zusammen mit Coordinates im Lagenlook. Unter dem Etuikleid trägst du einen Rollkragenpullover, über dem Chiffonkleid eine grobe Strickjacke. Warme Alternativen sind Cord- oder Boucléröcke sowie figurbetonte Strickkleider. Wichtig: Unbedingt eine schwarze, blickdichte Strumpfhose ab 60 DEN tragen oder gleich eine Thermostrumpfhose. 

3. Bei der Wäsche an Stoff nicht geizen

BH und String sind ja easy, aber warm halten sie nicht. Kaufe dir lieber ein paar Babydolls oder Korsagen und dazu Panties, die durchaus verführerisch aussehen können. Außerdem empfehle ich dir Feinrippbodys, Unterhemden aus Merinowolle (falls du Wolle verträgst) und bei Frostbeulenalarm Thermostrumpfhosen oder zumindest dünne Strumpfhosen. Auch bei Socken solltest du zu Wolle oder angerauten Qualitäten greifen. Praktischer Nebeneffekt: Je mehr Stoff deine Unterwäsche hat, desto weniger Lagen brauchst du darüber.

4. Bei Schuhen aufs Profil achten

Während im Sommer schmale Schuhe den Fuß zieren, nehmen ihm Ugg Boots im Winter jede Weiblichkeit. Schöner sind gefütterte Leder- oder Wildlederstiefel mit hohem Schaft oder aktuell auch Overknees. Achte beim Schuhkauf auf eine etwas dickere Sohle mit Profil, um Kälte und Nässe vom Fuß fernzuhalten. Bei nasskaltem Wetter dürfen es ruhig auch mal Gummistiefel sein, zum Beispiel von Hunters.

5. Sexy dank Lagenlook

Du hast richtig gelesen, Layering kann durchaus sexy sein. Wenn du es richtig machst. Zwei Beispiele habe ich dir unter Punkt 2 schon genannt. Ein paar weitere Tipps: Die unteren Lagen müssen figurbetont sein, dann wirkt auch der XL-Cardigan oder weite Pulli gut über dem Rest. Außerdem müssen die Lagen deutlich unterschiedliche Längen haben, zum Beispiel trägst du über einer Longbluse einen bauchfreien Pullover. 

Lagenlook im Winter

6. Auf die Materialien achten

Ich stehe ja eigentlich nicht auf echte Tierhaare, weil Schafe und andere Tiere bei der Wollgewinnung häufig schlecht behandelt werden. Im Winter führt allerdings kaum ein Weg drumherum. Mäntel und Pullover aus Wolle, Kaschmir oder Mohair sind einfach kuschelig warm. Das liegt daran, dass sie schon in der Faser viel Luft speichern, die wiederum wie ein Kältepuffer wirkt. Auf Polyamid, Polyester, Viskose dagegen solltest du verzichten, wenn es sich nicht gerade um eine Regenjacke handelt.

7. Sonnenbrillen als Geheimwaffe einsetzen

Nicht nur dass sie vor der tief stehenden Sonne schützen und schick aussehen, sie sind auch echte Helfer gegen Kälte. Je größer die Gläser, desto eher halten sie eisigen Wind vom Gesicht fern.

8. Accessoires in Neutrals kaufen

Accessoires können Eyecatcher sein, ja. Aber du musst dir nicht gleich eine pinke Mütze aufsetzen. Wähle lieber Accessoires, die mit deinem Outfit harmonieren. Neutrals wie Grau, Beige oder Creme wirken hier besonders gut. Im Trend sind Strickmützen mit oder ohne Bommel und Bakerboy-Caps. Dazu passen Leder- oder Strickhandschuhe und ein großer XL-Schal. Achtung: Wenn du beim Schal XL trägst, sollte das restliche Outfit eher figurbetont sein.  

9. Apropos Farbe… Probier’s mal mit monochromen Looks

Du liebst Color Blocking oder  Black and White? Schön und gut, aber ziehe zur Abwechslung einmal alles in einer Farbe an, also etwa in Schwarz oder in Grau. Du wirst dich wundern, wie edel und sophisticated dein Look plötzlich aussieht. Monochrome Outfits sind zudem extrem angesagt. Profis kombinieren zu einem monochromen Look ein oder zwei winzige Details in einer Kontrastfarbe, also zum Beispiel eine schwarze Clutch zu Weiß von Kopf bis Fuß. Weitere Tipps für einen Style, der teuer aussieht, findest du hier.

10. Mix and match bei den Stoffen

Glatt zu weich ist ein Kontrast, der immer gut aussieht und sich besonders im Winter voll auszahlt. Setze darauf und du wirkst auf andere wie ein Vollprofi in Sachen Fashion. Trage also zur Skinny Lederhose einen Strickpullover oder zum Seidenkleid eine Fake-Fur-Jacke. Sieht toll aus und sorgt für Abwechslung in der Wintergarderobe. Langweilig können andere!

Fotos: Unsplash / @emcomeau (1), @freestocks (1), @petebellis (1)

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Written by purpleglory
purpleglory ist ein Style Advice Blog für Frauen mit News, Styling-Tipps, eigenen Outfits und persönlichen Posts rund um aktuelle Fashion-Themen. purpleglory inspiriert und bietet Ideen für den Alltag, die schön machen und vor allem Spaß machen. Seit 2012 ergänzt die eigene Schmucklinie @purplegloryjewelry mit handgefertigten Unikaten den Blog. Hinter purpleglory steckt Bloggerin Katrin, die diesen Blog vor über sechs Jahren aus ihrer Leidenschaft für die Mode und das Schreiben heraus ins Leben gerufen hat und regelmäßig vor kreativen Ideen übersprudelt.