Unterwegs im Urlaub auf Jamaika

Wenn ich im Winter aus einem Urlaub in der Sonne zurückkomme, scheint das Wetter in Deutschland jedes Mal doppelt so grau zu sein wie vorher. Am liebsten will ich sofort wieder weg. Eine Zeitlang habe ich das auch so gehandhabt. Aber was passiert eigentlich, wenn man nur noch unterwegs ist? Wie fühlt sich das an? Und was hält einen davon ab, zuhause alle Zelte abzubrechen und für immer der Sonne und einer Zukunft als digitaler Nomade entgegen zu fliegen?

Die meisten Texte handeln vom Wegfahren und Heimkehren.

So war es schon bei Homers Odyssee und so ist es noch heute auf Reiseblogs. Obwohl, bei letzteren geht es in erster Linie und meistens ausschließlich ums Wegfahren. Um Ziele, die auf der Travel Bucket List abgehakt werden, und Instagram-Shots mit möglichst viel Blau, Türkis und noch mehr Haut. So sehr das Nachhausekommen auch mit dem Reisen verwoben ist – auf Travel-Blogs kommt es kaum zur Sprache. Schade eigentlich. 

Unterwegs in Antigua

Wenn man nicht gerade als digitaler Nomade unterwegs ist und die schönsten Urlaubstage statt am Strand im Hotel vor dem Computer verbringt, wird man durchs Reisen nicht reich. Reich an Erfahrung ja, schließlich lernt man sich selbst nirgendwo besser kennen als auf Reisen. Reich an Erlebnissen auch. Reich an festen Freundschaften weniger. Zumindest nicht beim dauerhaften Reisen. Denn was bringen einem Freunde, die überall auf der Welt verstreut leben, wenn man sie nur alle fünf bis zehn Jahre sieht? Es gibt Reiseblogger, die ihren Job jahrelang durchziehen, aber irgendwann genug vom Reisen haben, weil es eben ein Job geworden ist und kein Hobby mehr darstellt. Und es gibt welche, die erfolgreich sind und das Reisen einfach nur einschränken wie Anja von Travel on Toast, die nach ihrer Weltreise nun jeweils vier Monate im Jahr unterwegs ist, wie sie schreibt.

„Ich persönlich liebe den Wechsel. Immer mal wieder wegfahren und dann heimkehren, die bekannten Wege gehen, alte Freunde treffen und in einem Café sitzen, wo ich weiß, was mich erwartet, wie der Cappuccino, die Atmosphäre und der Service sind.“

Die Heimkehr holt mich auf den Boden zurück. Manchmal zwar etwas unerwartet und abrupt, aber sie zeigt mir, wo ich hingehöre und wo meine Wurzeln sind.

Auf Reisen jeden Tag etwas Neues entdecken ist schön, aber um das schön zu finden, braucht es ein Parameter. Wer liebt schon lange Sandstrände, wenn er zehn Jahre lang 365 Tage im Jahr jeden Morgen einen vor Augen hat? Wer kann dem Sightseeing noch etwas abgewinnen, wenn er jeden Tag ein neues Bauwerk besichtigt? Urlaub wird erst dann wirklich schön, erlebnisreich und besonders, wenn es einen Kontrastpunkt gibt. Und das Zuhause gewinnt an Wert, je länger man in der Ferne ist. Nach zwei Wochen noch nicht. Aber (aus meiner Erfahrung heraus) nach ungefähr einem Monat im Ausland fängt man an zu vergleichen. Erst interessiert man sich nur für die kulturellen Unterschiede, es fallen einem die klitzekleinen Unterschiede im Alltag und in der Kommunikation mit anderen auf. Und dann realisiert man plötzlich, was zuhause besser läuft. So schön es in der Ferne auch ist – man lernt das Bekannte zu schätzen. Heimweh entsteht bei mir erst, wenn das Fernweh gestillt ist.

an Deck der Aida Luna   

Immer aus dem Koffer leben, das geht eigentlich gar nicht.

An meine Grenzen bin ich schon bei drei Monaten Paris gestoßen. Beinahe genauso schwer ist es bei kürzeren Urlauben wie zum Beispiel 14 Tagen Karibik. Nunja, man schränkt sich eben ein. Kleidertechnisch ist das gar nicht so schwer. Denn Sommerkleider, wie es sie derzeit im Peek & Cloppenburg Online-Shop gibt, sind super für Strandurlaub geeignet und verbrauchen wenig Platz. Vielmehr geht es um Schuhe (wie soll man sich bitte auf drei Paar beschränken?!), aber auch um Dinge, die man erst auf Reisen vermisst. Zum Beispiel alte Fotoalben, Erinnerungsstücke, das eigene Bett mit dem Lieblingskissen, die Heizung zu Hause, die vor sich hinknattert, und der große Kühlschrank, den man mit allem, was man mag, füllt statt auf den Minibar-Inhalt zurückzugreifen.

Es gibt so viele Dinge, auf die ich mich beim Heimkehren freue. Nur eine Sache macht mir beim Nachhausekommen meist einen Strich durch die Rechnung: Das Wetter. Ja, das Leben in Deutschland ist manchmal hart. Und alleine schon deshalb muss ich immer wieder weg.

Vielen Dank an Shop Peek & Cloppenburg für die Zusammenarbeit. Meine persönliche Meinung bleibt davon natürlich unberührt.

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Written by purpleglory
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